Infos der aktiven Senioren

DRK-Aktive Senioren Wixhausen im HIT

Prof. Dr. Haberer, Wissenschaftlich-technischer Direktor des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums (HIT) zur Behandlung von Tumoren hat es sich nicht nehmen lassen der Besuchergruppe der Aktiven Senioren Wixhausen persönlich die Entwicklung, Technik, Wirkungsweise zu erläutern und dann auch persönlich durch die Technikräume zu führen und die Behandlungsplätze zu demonstrieren.

Das Verfahren wurde ursprünglich von der GSI in Wixhausen entwickelt.  Prof. Haberer war an der Entwicklung beteiligt, ebenso wie unser Mitglied Dr. Peter Strehl, der den Kontakt für diese Führung hergestellt hat. Erste Patienten wurden schon innerhalb der GSI behandelt. Nach erfolgreichen Tests in Wixhausen wurde das HIT in der Uni-Klinik in Heidelberg gebaut und 2009 in Betrieb genommen. Heute werden dort jährlich etwa 700 Tumor-Patienten, davon etwa 10 % Kinder, mit unterschiedlichen Strahlverfahren behandelt. Anhand von Schautafeln erläuterte Prof. Haberer zuerst die Entwicklung und die Technik. Dann zeigte er  Bilder von Behandlungsergebnissen unterschiedlicher Tumore. Mit Hilfe eines Rasterscanverfahrens wird der Tumor zuerst genau vermessen und dann mit Hilfe kooperierender Roboter, die den Bestrahlungstisch präzise einstellen und damit den Patienten optimal vor der Bestrahlungsquelle positionieren, bestrahlt. Neben der Bestrahlung werden begleitend und zur Kontrolle auch Röntgenaufnahmen gemacht. Während in der GSI nur Kopf-Tumore behandelt wurden, sind inzwischen eine Reihe anderer Tumore mit der Technik behandelbar. Die "vorher/nachher" Bilder waren beeindruckend.

Einige Dinge beim anschließenden Rundgang kamen den Besuchern aus Führungen bei der GSI schon bekannt vor. Nur sind sie im HIT wesentlich kleiner. Die gesamte Anlage ist aber halb so groß wie ein Fußballfeld.  Riesig, und das gibt es in der GSI nicht, ist hingegen die Gantry, die erste Schwerionentherapie-Anlage mit einer um 360 Grad drehbaren Bestrahlungsquelle. Im Durchmesser 13 Meter groß, 25 Meter lang, 670 t schwer, davon 600 t mit Submillimeterpräzision drehbar. Informativ waren dann die Erklärungen der drei Behandlungsplätze. Natürlich gibt es auch noch Forschungsplätze um die Behandlungsergebnisse auszuwerten und die Behandlungsmöglichkeiten immer noch weiter zu entwickeln. Manfred Zietlow bedankte sich bei Prof. Haberer und Dr. Peter Strehl für diese informativen Einblicke in Technik und Behandlungsräume.

Etwas erschöpft ob der vielen Informationen und Eindrücke, strebten alle Teilnehmer die nahe Mensa an und erholten sich bei Kaffee und Kuchen, bevor es wieder auf den Heimweg ging.